Lohnt sich der Umstieg vor der Heizsaison?

Wenn im September die Temperaturen langsam sinken, beschäftigen sich viele Hausbesitzer wieder intensiver mit ihrer Heizung. Alte Heizkörper fallen dabei nicht nur optisch auf, sondern benötigen häufig auch höhere Vorlauftemperaturen als eine moderne Fußbodenheizung. Doch kann man bestehende Heizkörper einfach durch eine Fußbodenheizung ersetzen?

Ja – mit moderner Frästechnik ist die Umrüstung in vielen Bestandsgebäuden möglich.

Fußbodenheizung statt Heizkörper – wie funktioniert die Umrüstung?

Bei einer nachträglich gefrästen Fußbodenheizung muss der vorhandene Estrich nicht komplett entfernt werden. Nach dem Entfernen des Bodenbelags werden präzise Kanäle direkt in den bestehenden Estrich gefräst.

In diese Fräsnuten werden die Heizrohre eingelegt. Anschließend wird das System an den Heizkreisverteiler angeschlossen und der Boden für den gewünschten neuen Belag vorbereitet.

So kann aus einem Haus mit klassischen Radiatoren ein Zuhause mit moderner Flächenheizung werden.

Welche Vorteile bietet der Umstieg?

Eine Fußbodenheizung verteilt die Wärme über eine große Fläche. Dadurch entsteht eine besonders gleichmäßige und angenehme Wärme im Raum.

Gleichzeitig verschwinden die bisherigen Heizkörper von den Wänden.

Das bringt mehrere Vorteile:

  • mehr Freiheit bei der Raumgestaltung
  • gleichmäßige Wärmeverteilung
  • angenehme Strahlungswärme
  • niedrigere Vorlauftemperaturen
  • ideale Voraussetzungen für moderne Heizsysteme
  • keine störenden Heizkörper an den Wänden

Gerade bei einer ohnehin geplanten Renovierung oder einem neuen Bodenbelag bietet sich die Umrüstung an.

Muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage erneuert werden?

Nein. Eine gefräste Fußbodenheizung kann grundsätzlich mit unterschiedlichen Wärmeerzeugern betrieben werden. Entscheidend ist die fachgerechte Planung und Abstimmung der Heizungsanlage auf die neuen Heizflächen.

Auch eine schrittweise Modernisierung kann interessant sein. So kann zunächst die Fußbodenheizung geschaffen und der Wärmeerzeuger zu einem späteren Zeitpunkt modernisiert werden.

Warum arbeitet eine Fußbodenheizung effizient?

Klassische Heizkörper müssen eine vergleichsweise kleine Fläche stark erwärmen. Eine Fußbodenheizung nutzt dagegen nahezu die gesamte Bodenfläche zur Wärmeabgabe.

Dadurch kann sie mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben werden. Genau das macht die Fußbodenheizung auch für moderne Niedertemperatur-Heizsysteme besonders interessant.

Jetzt vor der Heizsaison modernisieren

Der September ist ein guter Zeitpunkt, um sich mit der kommenden Heizperiode zu beschäftigen. Wer ohnehin eine Sanierung plant oder seine alten Heizkörper ersetzen möchte, kann die Gelegenheit nutzen und prüfen lassen, ob eine gefräste Fußbodenheizung möglich ist.

Voraussetzung ist insbesondere ein geeigneter und ausreichend starker Estrich.

Fazit unserer Experten aus Österreich

Heizkörper raus und Fußbodenheizung rein ist heute auch in vielen bestehenden Gebäuden möglich. Durch die Frästechnik bleibt der vorhandene Estrich weitgehend erhalten und eine aufwendige komplette Erneuerung des Bodenaufbaus kann häufig vermieden werden.

Sie gewinnen dadurch nicht nur mehr Platz an den Wänden, sondern profitieren auch von gleichmäßiger Wärme und den Vorteilen eines modernen Niedertemperatur-Heizsystems.

Fragen zu „Heizkörper durch Fußbodenheizung ersetzen“

Kann man vorhandene Heizkörper komplett durch eine Fußbodenheizung ersetzen?

Ja. Wenn die baulichen und heizungstechnischen Voraussetzungen erfüllt sind, können vorhandene Heizkörper durch eine Fußbodenheizung ersetzt werden.

Muss für die neue Fußbodenheizung der Estrich entfernt werden?

Bei der Frästechnik in der Regel nicht. Die Heizrohre werden direkt in dafür hergestellte Kanäle im vorhandenen Estrich eingelegt.

Kann die bestehende Heizung weiterverwendet werden?

Grundsätzlich kann eine gefräste Fußbodenheizung mit unterschiedlichen Heizsystemen kombiniert werden. Die vorhandene Anlage sollte dafür fachgerecht geprüft und hydraulisch angepasst werden.

Kann man Heizkörper und Fußbodenheizung gleichzeitig verwenden?

Ja. Je nach Heizungsanlage können unterschiedliche Heizflächen innerhalb eines Gebäudes betrieben werden. Die einzelnen Heizkreise und erforderlichen Temperaturen müssen entsprechend geplant werden.

Was ist der Vorteil gegenüber klassischen Heizkörpern?

Die Fußbodenheizung gibt Wärme großflächig ab und kann deshalb mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben werden. Zusätzlich entstehen freie Wandflächen und eine gleichmäßige Wärmeverteilung.

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